Sommer in Lesmona - Operngala mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen

 

  © Privat

© Privat

Paul McNamara stellte sich mit dem Lied „Sag mir, sag mir“ aus Lehárs Operette „Frasquita“ vor. Welch ein Tenor! Eine sinnliche, schmelzreiche Stimme mit sicherer, frei strahlender Höhe. Auch als Manrico in Verdis „Il Trovatore“ ... überzeugte er mit leidenschaftlicher Hingabe.

In Massenets leider nur selten gespielter Oper „Le Cid“ geht es um den spanischen Nationalhelden El Cid, der im 11. Jahrhundert für Spanien gegen die Mauren kämpfte. Mit dem innigen Gebet des Cid „O Souverain“ markierte Paul McNamara einen besonderen Höhepunkt des Abends.

Wolfgang Denker - Kreiszeitung - 19. Juli 2015


Überzeugender agiert der irische Tenor Paul McNamara, der sich gleichfalls stimmstark vorstellt. Als verliebter Armand (aus Lehárs Operette „Frasquita“) inszeniert er den sinnierenden Zweifel „Bist du die Braut, die ich im Traum geschaut?“ und den inbrünstig geschmetterten Ausruf „Sei mein!“ mit authentischer Wirkung.

Nicht minder packend seine Partie aus Verdis „Troubadour“: „Madre, non dormi?“; grandios, wie McNamara hier nuanciert und mit markanter Artikulation die Verzweiflung des zum Tode Verurteilten, in der Dunkelheit des Kerkers Freiheit erhoffenden Manrico intoniert. Spannungsvoll verläuft der Dialog mit der alten Zigeunerin Azucena.

Gerd Klingeberg - Weserkurier - 19. Juli 2015

Portraits © Marshall Light Studio